Auswirkungen der Krise

Griechenlands Staatsbetriebe im Zwangsverkauf

12.2016
Autor 
Egbert Scheunemann

Die griechische Staatsschuldenkrise und die Versuche ihrer Lösung sind seit dem Ausbruch der internationalen Banken- und Finanzmarktkrise im Jahr 2008 ein zentrales Thema der politischen Auseinandersetzung in Griechenland, Deutschland und der gesamten Europäischen Union (EU). Die Kredithilfen, die Griechenland von der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) seit 2010 gewährt wurden, waren und sind an strenge Auflagen gebunden. Dazu gehören massive Haushaltskürzungen vor allem im Sozialbereich (Gesundheits- und Rentensystem etc.), ein rigoroser Abbau der Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die teilweise drastische Kürzung der Entgelte der verbliebenen Staatsbediensteten und auch Auflagen, staatliches Eigentum zu privatisieren, also zu veräußern oder zu verpachten.

Die vorliegende Studie setzt sich detailliert mit den Privatisierungen von Schlüsselsektoren der griechischen Volkswirtschaft (Immobilien, Infrastruktureinrichtungen wie die Staatsbahn, Flughäfen oder Seehäfen etc.) auseinander. Sie analysiert die Entwicklung und den gegenwärtigen Stand der Privatisierungen und  zeigt die Folgen für den griechischen Staat, die griechische Bevölkerung und die neuen Eigner auf.

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